Laptop, Smartphone, Computer, sie gehören mittlerweile zu uns und viele können sich ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen. Und die Digitalisierung des Alltags macht keinen Halt: Neben der Apple-Watch oder ganzen Smart-Home-Systemen, läuft nun auch die Verhütung digital ab.

Zum Beispiel kann man am Morgen die Temperatur messen und in einer NFP-App, wie z. B. Sympto, eintragen und diese erstellt einem ein nettes Diagramm, dass einem sagt, wann das Liebesspiel folgenlos bleiben wird – und wann nicht. Alternativ kann man auch spezielle Verhütungscomputer benutzen, welche die Temperatur messen, speichern und einer Frau anzeigen, ob sie ihre fruchtbaren Tage hat oder nicht.

Und damit man dies nicht vergisst, kann man sich alles schön an seinen Laptop senden und dort speichern, audrucken oder auch den Freunden und Verwandten zukommen lassen.

In der Hektik des Alltags greifen wir oft ohne es zu merken zu all den technischen Geräten, die unser Leben vereinfachen und (wenn man den Werbeversprechen glaubt) besser machen. Wir sind allzeit erreichbar, immer vernetzt und wenn wir keinen Empfang haben, dann fühlen wir uns abgeschnitten und isoliert. Doch diese Technik nun auch noch in unsere Schlafzimmer zu holen? Und das nicht nur um zu verhüten, sondern danach gar den Kinderwunsch zu erfüllen? Zumindest weiß dann jedes Elternpaar konkret, an welchem Tag und in welcher Position der lang ersehnte Nachwuchs gezeugt wurde. So bleiben jedenfalls keine Fragen mehr unbeantwortet und das Baby-Erinnerungsalbum kann endlich lückenlos ausgefüllt werden.

Doch wenn wir unser Sexleben durch ein Programm, eine App steuern lassen und vor dem Akt schnell auf das Smartphone schauen müssen, um uns zu vergewissern, dass das Programm grünes Licht gibt, verlieren wir dann nicht wieder ein Stück unserer Intimität und ersetzen diese durch Technik? Und wenn man den Zukunftsvisionen einiger Pharmaunternehmen glauben schenkt, dann ist das erst der Anfang. Vielleicht wird Frau schon bald einen Chip unter der Haut sitzen haben, der durch gezieltes Drücken einer Taste auf dem Handy eine Ladung Hormone freigibt? Welch Szenario, in dem ein Hacker einen ganzen Baby-Boom verursachen könnte!

Da bleibt nur zu hoffen, dass die Technik selbst nie zu dem wird, was Science-Ficion-Filme skizzieren!